Pflege-Führungskräfte-Barometer 2016
HCC, ANDA und ÖGKV bedanken sich bei allen Führungskräften der Pflege für Ihre Teilnahme an der kürzlich durchgeführten Befragung. Das Pflegemanagement-Barometer als gemeinsames Projekt von HCC, ANDA und ÖGKV nimmt erstmals direkten Bezug auf die Themen des Pflegemanagements in allen Settings und Einrichtungen!
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Warum und wozu
diese Befragung?
Zusammengefasst heißt das: Der immer höhere Arbeitsaufwand
muss immer öfter mit unverändertem oder gar reduziertem Personalstand
bewältigt werden.
Dabei spielen Sie als Führungskräfte die Schlüsselrolle. Sie müssen nicht nur eine funktionierende Pflegeversorgung der Patientinnen und Patienten sicherstellen, sondern in diesem immer schwieriger werdenden Umfeld auch für das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen. Nur wenn es gelingt, deren Arbeitszufriedenheit hoch zu halten, können Fluktuationen und frühzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf in Grenzen gehalten werden. Unser subjektiver Eindruck war, dass Führungskräfte immer kreativer werden müssen, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Spagat zwischen knapperen Ressourcen bei gleichzeitig höheren Anforderungen zu motivieren. Dabei geraten sie aber selbst zunehmend unter Druck und erreichen die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Ziel der Befragung war es, mit dem „Pflege-Führungskräfte-Barometer“ erstmals fundierte Daten aus ganz Österreich zu bekommen, um die tatsächliche Situation darstellen zu können und auch durch Wiederholungen der Befragung zukünftige Veränderungen abzubilden. Dafür wollten wir wissen:
Darüber hinaus ging es uns aber auch und vor allem darum,
vorhandene Potentiale und Stärken zu identifizieren, auf denen in Zukunft
aufgebaut werden kann. Um gezielte Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung
einleiten zu können, wollten wir rechtzeitig mögliche Ansatzpunkte für
unterstützende Maßnahmen erkennen.
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„Es ist mehr als irritierend, dass die Pflege als
unverzichtbarer Teil der Gesundheitsversorgung im politischen Denken und
Handeln immer noch ausgeblendet wird“, bilanziert Ursula Frohner, Präsidentin
des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV), die
Ergebnisse des „Pflege-Führungskräfte-Barometer“ 2016, die am 02.06.2016 bei
einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.
Die Probleme sind Insidern seit langem bekannt. Durch die medizinischen Fortschritte werden Diagnostik und Therapie vieler Krankheiten immer komplexer. „Das ist grundsätzlich sehr positiv“, erklärt Frohner, „allerdings führt die steigende Zahl an Vor- und Nachuntersuchungen auf Seiten des Pflegemanagements zu ständiger Mehrbelastung“. Dazu kommt, dass Patientinnen und Patienten immer älter und multimorbider werden. „Dadurch stellen sich immer höhere Anforderungen an die Kompetenz der Pflegekräfte“, so Frohner. „Allerdings halten die Fortbildungsangebote damit keineswegs Schritt“. All das muss zudem mit immer weniger Ressourcen bewältigt werden. Während die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre in Pension gehen, rücken immer weniger Berufseinsteiger nach. „Was uns noch mehr Sorgen bereitet“, kritisiert Frohner, „ist, dass viele Krankenhausbetreiber immer öfter noch nicht ausreichend qualifiziertes Personal anstellen. Statt Kolleginnen und Kollegen mit dreijähriger Ausbildung, stehen heute zunehmend weniger ausgebildete am Krankenbett. Da werden alle Rahmenbindungen ausgereizt und manchmal auch gebogen.“ Valider Befund über die gesamtösterreichische Pflegesituation Weil solche Klagen seit Jahren ins Leere gehen, hat sich der ÖGKV entschlossen, einen validen Befund über die gesamtösterreichische Pflegesituation auf den Tisch zu legen. Dafür hat das auf Gesundheitsfragen spezialisierten Beratungsunternehmen health care communication insgesamt 1.577 Pflege-Führungskräfte in allen Bundesländern befragt. „Wenn beinahe 60 Prozent eine solche aufwändige Befragung abschließen, zeigt alleine das schon, wie hoch die Brisanz des Themas bei den Betroffenen ist“, erklärt der mit der Leitung der Umfrage beauftragte Arbeitspsychologe Mag. Alexander Engelmann. Die Ergebnisse des „Pflege-Führungskräfte-Barometer 2016“ - der bisher größten Umfrage über die Situation des Pflegemanagements in österreichischen Krankenhäusern – sind selbst für Kenner der Materie überraschend und über weite Strecken besorgniserregend. |
Was
passiert jetzt weiter?
Wir werden über den Sommer mit den Analysen der Daten weiter in die Tiefe gehen und Sie über Ergebnisse und Erkenntnisse aktuell informieren. Sollten Sie noch Rückmeldungen oder Ihre Beiträge einbringen wollen freuen wir uns sehr – bitte melden Sie sich unter office@healthcc.at. |
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Die derzeitigen Ergebnisse
mit dem Fokus in die Praxis gebracht
Den Herausforderungen und Veränderungen mit Wissen, Erfahrung und Vernetzung begegnen. Programme für den Führungsalltag – als gemeinsames Angebot können für ÖGKV Mitglieder Sonderkonditionen vereinbart werden. |
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